Jede Trading Range folgt demselben Drehbuch in fünf Akten. Phase A stoppt den alten Trend, B baut die Ursache auf, C testet ein letztes Mal, D zeigt die neue Richtung, E entlässt den Markt in den Trend. Wer den Akt erkennt, in dem er steht, kennt das nächste Kapitel.
Dieselben fünf Phasen strukturieren jede Akkumulation und jede Distribution. Die Namen der Ereignisse ändern sich, die Logik bleibt.
Der vorherige Trend läuft sich tot. Klimax und automatische Gegenreaktion spannen die Range auf.
Die längste Phase. Der Composite Man sammelt bzw. verteilt in mehreren Tests die Bestände — Ursache wird gespeichert.
Der entscheidende Test: Spring nach unten oder Upthrust nach oben. Hier entsteht die beste Einstiegschance.
Die Dominanz wird sichtbar: SOS/SOW und ein letzter Stützpunkt (LPS/LPSY) vor dem Trend.
Der Kurs verlässt die Range und entfaltet den Markup bzw. Markdown. Die Ursache wird zur Wirkung.
Am Beispiel der Akkumulation. Wählen Sie eine Phase — der Chart hebt den Abschnitt hervor und erklärt, was die starke Hand dort tut und worauf Sie achten.
Der häufigste Fehler ist, Phase B mit dem Beginn des Trends zu verwechseln. Phase B ist zäh und wirkt richtungslos — genau das ist ihr Zweck: möglichst viele Hände einzusammeln, bevor es losgeht.
Die einzige Phase, in der Sie wirklich handeln, ist C und D — am Spring, am Test, am LPS. Alles davor ist Beobachtung.
Akkumulation und Distribution teilen sich das Drehbuch. Nur die Rollen der Ereignisse drehen sich um.
Drei Gedanken zum Drehbuch.
A stoppt, B baut auf, C testet, D bestätigt, E entlässt in den Trend. Auf jeder Range, in beide Richtungen.
Die längste Phase wirkt richtungslos — das ist Absicht. Hier wird gesammelt, nicht gehandelt.
Spring, Test, LPS — der Einstieg liegt am Ende der Range, nicht in der Mitte und nicht im offenen Trend.